Tag Archives: Dortmund

last junkies on earth – unter der stadt

15 Meter unter der Innenstadt erstreckt sich Dortmunds bestgehütetes Geheimnis: Ein 5 Kilometer langes Labyrinth aus Gängen, zahlreichen Nebentunneln und ganzen Hallen sind die Überbleibsel der wohl größten Luftschutz-Bunkeranlage Europas.

Den älteren unter uns ist die Existenz dieser Anlage wohlbekannt und selbstverständlich, doch eine gepflegte Mauer des Schweigens Seitens der Stadt und der Behörden führte dazu, dass ein Großteil der jüngeren Dortmunder noch nie von dem gigantischen Luftschutzstollen unter der Stadt gehört haben. Insgesamt 19 Eingänge, von denen nur noch ein paar wenige existieren und gut gesichert oder verschweißt sind, ermöglichten der Zivilbevölkerung im 2. Weltkrieg während der großen Bombardements auf Dortmund die sichere Zuflucht in die Katakomben unter der Stadt.

Continue reading last junkies on earth – unter der stadt

Dortmunder Nord-West-Passage: Ein High Five mit der Nordstadt

Von Last Junkies on Earth: Mit Farbe gegen Dortmunds Angstraum: 6 Wochen lang jeden Tag 9 bis 10 Stunden hat der Künstler und Gestalter Marc Suski nun unter der 200 Meter langen Eisenbahnunterführung an der Brinkhoffstraße in Dortmund verbracht. Jetzt ist sein Werk vollendet.

Continue reading Dortmunder Nord-West-Passage: Ein High Five mit der Nordstadt

15 coole Orte in Dortmund: Teil I

Dieser Artikel ist ursprünglich hier auf Last Junkies on Earth erschienen:

In Portland sucht man sie in Hawthorne, in Brooklyn fährt man gern nach Williamsburg. Berlin hat mit Friedrichshain, Kreuzberg und dem Prenzlauer Berg gleich drei der hippsten Stadtteile unter der Haube. Doch wo findet man die coolsten, entspanntesten und originellsten Plätze in Dortmund?

Continue reading 15 coole Orte in Dortmund: Teil I

Call: Euromayday Ruhr 2014 – Dance against the conditions

 

Euromayday Ruhr
Euromayday Ruhr

Euromayday is a colourful parade against precarious living and working conditions. It is a stage to dance your rage out and to call for a different world. It is a stage for new ideas.

Everybody is encouraged to join with actions, proclamations and to place your own topics under the motto “Dance against…”.

In 2014 we realise that:

the European crises are not over, that the even get worse.

  • the forced saving has increasingly inhuman consequences
  • more people ruin their life under precarious working conditions and do not own enough for a god life
  • the discussed minimum wage is too low
  • European frontier surveillance becomes increasingly brutal
  • ten years after the implementation of Harz IV the welfare recipients are more and more harrassed
  • capitalism produces more and more underdogs
  • the right-wing demagogues, sexists, racists and fascists act louder and more impudently

Continue reading Call: Euromayday Ruhr 2014 – Dance against the conditions

Aufruf zum Euromayday 2014 – Tanz den Verhältnissen

Der Euromayday ist eine bunte Parade gegen die prekären Lebens- und Arbeitsverhältnisse. Er ist eine Plattform, um die Wut rauszutanzen und eine andere Welt zu fordern.

1504937_682496941793857_1761281080_n
Euromayday Ruhr

Er ist eine Plattform für Ideen – alle sind aufgefordert, sich mit Aktionen und Aufrufen zu beteiligen und unter dem Motto “Tanz den …!” ihre eigenen Themen einzubringen.

2014 stellen wir fest: Europas Krisen sind nicht vorbei – sie spitzen sich nur zu!

  • die Spardiktate haben immer unmenschlichere Konsequenzen
  • immer mehr Leuten arbeiten sich unter prekären Bedingungen kaputt und haben trotzdem zu wenig zum guten Leben
  • der diskutierte Mindestlohn ist zu niedrig
  • die Grenzüberwachung an den EU-Außengrenzen wird immer brutaler
  • zehn Jahre nach der Einführung von Hartz IV werden Bezieher_innen von Sozialleistungen immer stärker drangsaliert
  • der Kapitalismus produziert immer mehr Verlierer_innen
  • die Rechtspopulist_innen, Sexist_innen, Rassist_innen und Faschist_innen werden immer lauter und dreister

Continue reading Aufruf zum Euromayday 2014 – Tanz den Verhältnissen

Lesung: Pandoras Büchsenöffner im Sissikingkong am 7. Mai

Junge Literatur von den Autoren der studentischen Literaturinitiative Treibgut und den in der Dortmunder Nordstadt lebenden und arbeitenden Autoren Tobi Katze und mir. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ekamina-Abende im Sissikingkong Dortmund am 07. Mai um 20:00 statt.
Pandoras Büchsenöffner” ist der Titel der aktuellen Anthologie der ursprünglich auf dem Campus der Ruhr-Uni Bochum verorteten Literaturinitiative Treibgut. Pandoras Büchsenöffner könnte auch das Motto dieser Lesung sein. In der Wahrnehmung weiter Teile der Dortmunder Öffentlichkeit – und Dank des letzten Dortmunder Tatorts „Mein Revier“ auch Deutschlands – stellt die Nordstadt so etwas wie die lokale Büchse der Pandora dar. Drogen, Prostitution und an den Rand der Gesellschaft gedrängte Immigrantinnen und Immigranten prägen das Image des Stadtteils nach außen.
Grund genug für die studentische Literaturinitiative Treibgut, ihren Blick über den akademischen Tellerrand des Bochumer Uni-Campus Richtung Dortmunder Nordstadt zu werfen. Zum Glück sind die Treibgut-Autorinnen und -Autoren schon durch zahlreiche Einsätze außerhalb des Campus erprobt, um nun auch im subversiven Milieu der Nordstädter Kulturszene Fuß zu fassen.
Für die Literaturinitiative sind dabei: Continue reading Lesung: Pandoras Büchsenöffner im Sissikingkong am 7. Mai

Die Buchhandlung meines Vertrauens

Wer in der Dortmunder Nordstadt ein Buch kaufen möchte, dem empfehle ich die Buchandlung Litfass in der Münsterstr. 107. Sie bietet ein sehr gutes Sortiment, freundliche und kompetente Beratung und eine angenehme Atmosphäre.
http://litfass-online.de/

Tatort Dortmund – Bourgeoisie und Proletariat die Zweite

Während der erste Teil des Dortmunder Tatorts in der Dortmunder Oberschicht spielte und den Niedergang des Kohlenreviers thematisierte, spielt der zweite Teil in der ausländischen Unterschicht und dem türkischen Aufsteiger Milieu. Haupthandlungsort ist die Dortmunder Nordstadt und wieder wird kein Klischee ausgelassen. Skrupellose Türken, die arme Bulgaren ausbeuten, Drogen, Gewalt und Prostitution an jeder Ecke und rassistische Deutsche Ladenbesitzer. Sämtliche Handlungsorte sind jedem Nordstadtbewohner bekannt. Münsterstr, Borsigplatz, Bornstraß, die Kneipe zum Thüringer und Radsport Noll. Dabei ist der einzige Ort, der etwas mit der sozialen Realität zu tun hat die Kneipe zum Thüringer. Während der erste Teil noch ein wenig differenzierters Bild Dortmund zeigte, ist der zweite Teil genauso platt und undiffernziert, wie die Vorurteile, die über die Nordstadt kursieren. Da helfen auch Quotentürkinnen, die trotz Karriere bei der Polizei immer noch in der Nordstadt wohnen und drogennehmende Sprösslinge aus gutem Elternhaus nichts. Der Schluss ist symptomatisch für diesen rassistischen Film. Der Kommissar zielt mit der zur Pistole geformten Hand auf den türkischen Geschäftsmann. Diesmal ist der Türke noch davon genkommen, aber nur diesmal und auch nur weil die fehlgeleitete Deutsche ihm zuvor kam. Fazit: So nicht!

Hier online anzuschauen (Leider erst ab 20 Uhr)

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/602916_tatort/12421144_mein-revier-fsk-tgl-ab-20-uhr-

Philipp Adamik 2012