Tag Archives: globalisierung

#Rojava_1: Wer kein Freund ist, ist nichts wert

Erster Teil des ak[due]ll Interviews mit einem Freiwilligen im Bürgerkrieg um Rojava.

Anfang des Jahres ging Mike (Name geändert) ins nordsyrische Rojava, um die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in ihrem Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) zu unterstützen. Während dieser Zeit kämpfte und erlebte er mit anderen internationalen Freiwilligen aus der Türkei, Deutschland und Brasilien den Bürgerkrieg mit all seinen Entbehrungen, Schrecken und Leid. Kurz nach seiner Rückkehr ist dieses Interview, das in mehreren Teilen in der akduell erscheint, entstanden. Von Philipp Adamik

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#Rojava_2: Das ist eben Krieg, Krieg ist die Hölle

Zweiter Teil des ak[due]ll Interviews mit einem Freiwilligen im Bürgerkrieg um Rojava.

Anfang des Jahres ging Mike (Name geändert) ins nordsyrische Rojava um die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in ihrem Kampf gegen den Islamischen Staat zu unterstützen. Nach seiner Rückkehr ist dieses Interview, das in drei Teilen in der ak[due]ll erscheint, entstanden. Im ersten Teil des Interviews schilderte Mike seinen Weg nach Rojava von einer Demonstration in Deutschland bis an die Front im Norden Syriens. Im zweiten Teil liegt der Fokus auf dem Kriegsgeschehen vor Ort. Von Gastautor Philipp Adamik Continue reading #Rojava_2: Das ist eben Krieg, Krieg ist die Hölle

Nur noch Halbwahrheiten – Für eine ehrliche Presse von Christian Lehmann

Glenn Greenwald findet, dass “grundlegende Pressefreiheiten” in Deutschland weltweit mit am besten gewährleistet sind. Grundlegend reicht aber nicht aus, sie muss ehrlicher werden. #Wikileaks kann helfen.

Wenn es nach dem NSA-Enthüllungsjournalisten Greenwald geht, soll die Presse die “Mächtigen zähmen”, wie heise.de  zitierte. Die Berichterstattung über die Russland-Krise zeigt, dass die Medien nur sehr eng zumindest mit der Politik verflochten sein muss. Aber auch die Abhängigkeit vom Werbepartner macht die Sache nicht besser.

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Der ITler, das revolutionäre Subjekt der Netzwerkgesellschaft?

Auf dem letzten Chaos-Communication-Congress (30c3) rief der Internetaktivist und Betreiber der Whistleblower-Plattform Wikileaks Julian Assange in seiner Rede Sysadmins of the world, unite  Systemadminstratoren und andere ITler zur Weltrevolution auf. Sie sollten sich von den Geheimdiensten, Unternehmen und Behörden anwerben lassen, dort geheime Informationen sammeln und diese dann der Öffentlichkeit zugänglich machen. Selbstverständlich kann man Assange vorwerfen, dass er nur die ökonomischen und politischen Interessen seiner Plattform Wikileaks vertreten habe, aber, wie immer wenn die legitimen Interessen von Menschen und Organisationen kritisiert werden, greift diese Kritik zu kurz. Assanges Rede wirft aus einer neo-marxistschen Perspektive die Frage auf, ob der ITler das revolutionäre Subjekt der Netzwerkgesellschaft ist.

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Is Karl Marx concept of the class struggle still up to date?

Taken from we are the 99 % percent
Taken from we are the 99 % percent

During the last financial crises Karl Marx and his thoughts regain a lot of popularity. For instance the Occuppy Wallstreet slogan “We are the 99%” refers directly to his concept of the class struggle and supported the movement by organising their world wide protest. His thoughts and concepts seems to be embedded in the minds of the people, but are his concepts still fertile from an academic point of view?

In sociology Marx concept of the class conflict and with it the two classes of Bourgeoisie and proletariat stands beside a lot of other concepts to analyse the social structure (networked with: is diem25 really a democratic movement) Lately the British BBC started the “Great British Class Survey”, which they announce as ground breaking science. This maybe right form a British perspective, but from a German perspective the theory behind the survey is old fashioned. There survey is mainly based on the theoretical framework of Pierre Borudieu and his neo-marxist concept of social, cultural and economic capital. In Germany his concepts were adopted much earlier for instance by Gerhard Schulze in his theory of the “Erlebnisgesellschaft” (experience society) published in 1992.

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#Euromaidan: Eine Depesche aus dem Informationskrieg

Während die Ukraine noch um ihre eigene neue Identität ringt, tobt zwischen Ost und West ein Informationskrieg um die Vorherrschaft in der Ukraine. Ein Kommentar zur Medienbereichterstattung über den Konflikt in der Urkaine von Philipp Adamik.

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Britischer Geheimdienst macht aus Großbritannien eine Diktatur

Den aktuellen Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden zur Folge ist die Untereinheit Joint Threat Research Intelligence Group des britischen Geheimdienstes GCHQ gegen die Aktivisten von Anonymous vorgegangen. Damit hat er die Grenzen der Demokratie überschritten. Ein Kommentar von Philipp Adamik.

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Interview: Das Leben in der digitalisierten Welt

Das Leben in der digitalisierten Welt – Ein Interview von ecs. mit Philipp Adamik

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Starbucks Dortmund 1

EIN INTERVIEW MIT PHILIPP ADAMIK zu den fragen: in was für einer realität leben wir? wie stark beeinflusst das netz unser leben? wieso ist der konsum des netzes nicht ungefährlich? warum geht edward snowden uns alle was an? und was macht einen mündigen netzuser aus?

name: philipp adamik; alter: 36; ort: dortmund; sprache: deutsch

warum er/sie hier ist: philipp bringt mich zum nachdenken über die mechanismen der welt. und wieso die dinge (noch) funktionieren, wie sie funktionieren. dabei ist er ein guter lehrer und ich freue mich immer sehr, wenn wir verabredet sind und ich seinen erkenntnissen über die welt lauschen darf.

[1.] wer bist du und was machst du?

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Taksim – Die Ruhe nach dem Sturm

abbasaga
Picture By:
Zeynep Tufekci

Inzwischen ist es ruhig geworden um die Proteste in der Türkei. Die mediale Berichterstattung ist abgeflaut und zumindest in unserer Wahrnehmung herrscht in der Türkei wieder Ruhe und Frieden. Wissen und überprüfen kann man es wohl nur vor Ort. Aber gelegentlich schafft es doch noch die eine oder die andere Meldung die Aufmerksamkeit eines Journalisten zu wecken, der uns klar macht, dass dort immer noch was passiert. Es mag auch nicht mehr so spektakulär sein, wie die Bilder, die uns diesen Sommer aus der Türkei erreicht haben, aber zu Glauben, dass die Unzufriedenheit in der Türkei vollständig versiegt sei, wäre naiv.  An dieser Stelle wird deshalb die wohl größte Linksammlung über die Proteste in der Türkei fortgesetzt. Einige ältere Links, die ich bislang nicht erfasst habe, sind auch dabei. Eine Kategorisierung erscheint mir aber aufgrund der geringen journalistischen Erruptionen nur zwischen Neu, Alt und auf digital realism erschienen notwendig. Aber wer den einen oder anderen Link im Netz findet, ist herzlich eingeladen ihn als Kommentar zu posten. Die neusten Links werden jeweils am Beginn der List eingefügt.

This Text written by Philipp Adamik and the picture made by Zeynep Tufekci are published under a Creative Commons BY-NC-SA 3.0 licence. The picture was originally published here by Zeynep Tufekci.

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Business as usual – Eine historische Einordnung der Anti-Überwachungsproteste

Masse
Demonstranten “Freiheit statt Angst”

Am 07. September forderten auf der Berliner Großdemonstration „Freiheit statt Angst“   20 000 Demonstranten die Achtung ihrer Grundrechte durch den Staat und die Geheimdienste. Wie der Internetaktivistist Jacob Appelbaum in seiner Rede betonte, sind die Enthüllungen Edward Snowdens für viele der Grund gegen den „Überwachungswahn“ auf die Straße zu gehen. Das diese Enthüllungen eindeutig zur Popularität des Themas und zur großen Beteiligung an der Demonstration beigetragen haben, ist unbestritten. Diese Aktualität täuscht aber über den Umstand hinweg, dass der Themenkomplex Überwachung, Datenschutz und Grundrechte ein dauerhafter Konflikt ist.
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