Tag Archives: kommunikative Figurationen

Große Koalition? Das haben wir nicht gewählt!

Quelle: gutjahrs blog
Quelle: gutjahrs blog

Durch die Meinung des Staatsrechtlers Christoph Degenhart wurde eine Debatte über die Verfassungsmäßigkeit des SPD-Mitgliederentscheids ausgelöst. In ihrem Interview mit dem SPD Parteichef Sigmar Gabriel trieb Marietta Slomka die Debatte weiter in Richtung demokratischer Legitimation. Sie wandte ein, dass die SPD-Mitglieder zu „besseren Wählern“ gemacht werden, weil sie „noch ein zweites Mal abstimmen“ dürfen, während der Großteil der Bevölkerung nur über eine Stimme verfügt. In dem Sie fragte, ob dass „so einwandfrei demokratisch“ sei, trieb sie die Debatte auf die Spitze.

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Forms of online activism

lucky streik
“Lucky Streik” Logo of the student protests

Through the spread of stationary and mobile communication technology our whole society has changed to a network society and with it the forms of protests. This development started much earlier than the media coverage of the arab spring makes us think. At the end of the 1990th the German political scientist Christoph Bieber studied the forms of online activism of the student protests in Germany. He outlined the importance of these forms of activism for the consolidation and professionalisation of the protest. Because several of these forms of activism are still current and can be used even nowadays, they are presented here.

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„Kommunikative Figurationen“ als Analyseinstrument eines medientechnologisch unterstützen soziokulturellen Wandels

Einleitung

Kommunikative FigurationenEines der größten deutschen Forschungsprojekte, welches den sozialen Wandel durch das Internet thematisiert, wird vom 2011 gegründete Forschungsverbund „Kommunikative Figurationen“ der Universitäten Bremen und Hamburg durchgeführt. In den beiden Arbeitspapieren „The communicative figurations of mediatized worlds. Mediatization research in the times of the ‘mediation of everything’“ (Hepp 2013) und „Human interaction and communcative figurations. The transformation of mediatized cultures and societies“ (Hepp/Hasebrink 2013) präsentieren Andreas Hepp und Uwe Hasenbrink den Forschungsansatz der kommunikativen Figurationen. Das Arbeitspapier „Human interaction…“ (Hepp/Hasebrink 2013) basiert auf der wissenschaftlichen Problemstellung, wie Mediatisierungsforschung in einem praktikablen empirischen Zugang verankert werden kann. Ausgehend von der Grundannahme, dass sich innerhalb eines andauernden Mediatisierungsprozess unsere Gesellschaften und Kulturen transformieren, soll dieser Transformationsprozess detailliert beobachtet werden. Medien, so ihre zweite Grundannahme, werden dabei in dem Maße einflussreich in dem sie den Prozess der symbolischen Interaktion präziser der Kommunikation verändern. Kommunikation wird dabei die kritische Rolle der Konstruktion von Kulturen und Gesellschaften, der kommunikativen Konstruktion, zugeschrieben. Um eine praktische, transmediale Analyse der sich wandelnden kommunikativen Konstruktion von mediatisierten Kulturen und Gesellschaften zu entwickeln, führen sie den Begriff der „Kommunikativen Figurationen“ als intermedierendes Konzept ein.

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