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Michael Hardt und Antonio Negri “Demokratie” (2013). Eine rezeptionsanalytische Kritik. Teil II.

Zum ersten Teil:

Die Kritik an der Systematisierung der unterschiedlichen globalen Protestbewegungen unter dem gemeinsamen Dach der Multitude

Einer der Hauptunterschiede zwischen Demokratie/Deklaration und dem Manifest der kommunistischen Partei ist die Stellung des revolutionären Subjekts. Während im Manifest die Bildung des proletarischen Klassenbewusstseins und die Vereinigung der Proletarier aller Länder erklärte Ziele sind, haben Hardt und Negri in den weltweiten Protestbewegungen ihr revolutionäre Subjekt, die Multitude bereits erkannt.

Für Hardt und Negri existiert die Multitude dabei gleichzeitig in zwei Seins-, bzw. temporalen Zuständen:

1) Die ontologische/ewige Multitude als das aktuelle revolutionäre Subjekt, welches sich im hier und jetzt der Autorität und dem Kommando verweigert.

2) Die utopische/zukünftige Multitude, die sich aufgrund eines zukünftigen politischen Projekts als globales revolutionäres Subjekts formiert (vgl. Hardt und Negri 2004, S. 248).

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Literaturkritik: Richard Sennett – Zusammenarbeit (2012)

Eine kritische Betrachtung der Grundannahmen und des analytischen Konzepts des Spektrums der Austauschbeziehungen von Philipp Adamik (2012)

Anfang Oktober 2012 erschien die deutsche Übersetzung des aktuellen Buchs Zusammenarbeit des amerikanischen Soziologen Richard Sennett. Richard Sennett, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Soziologen, wurde 1943 in Chicago, Illinois, als Sohn russischer Einwanderer geboren. Er lehrt Soziologie und Geschichte an der New York University und der London School of Economics.

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