Tag Archives: Slavoj Žižek

Der ITler, das revolutionäre Subjekt der Netzwerkgesellschaft?

Auf dem letzten Chaos-Communication-Congress (30c3) rief der Internetaktivist und Betreiber der Whistleblower-Plattform Wikileaks Julian Assange in seiner Rede Sysadmins of the world, unite  Systemadminstratoren und andere ITler zur Weltrevolution auf. Sie sollten sich von den Geheimdiensten, Unternehmen und Behörden anwerben lassen, dort geheime Informationen sammeln und diese dann der Öffentlichkeit zugänglich machen. Selbstverständlich kann man Assange vorwerfen, dass er nur die ökonomischen und politischen Interessen seiner Plattform Wikileaks vertreten habe, aber, wie immer wenn die legitimen Interessen von Menschen und Organisationen kritisiert werden, greift diese Kritik zu kurz. Assanges Rede wirft aus einer neo-marxistschen Perspektive die Frage auf, ob der ITler das revolutionäre Subjekt der Netzwerkgesellschaft ist.

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Is Karl Marx concept of the class struggle still up to date?

Taken from we are the 99 % percent
Taken from we are the 99 % percent

During the last financial crises Karl Marx and his thoughts regain a lot of popularity. For instance the Occuppy Wallstreet slogan “We are the 99%” refers directly to his concept of the class struggle and supported the movement by organising their world wide protest. His thoughts and concepts seems to be embedded in the minds of the people, but are his concepts still fertile from an academic point of view?

In sociology Marx concept of the class conflict and with it the two classes of Bourgeoisie and proletariat stands beside a lot of other concepts to analyse the social structure (networked with: is diem25 really a democratic movement) Lately the British BBC started the “Great British Class Survey”, which they announce as ground breaking science. This maybe right form a British perspective, but from a German perspective the theory behind the survey is old fashioned. There survey is mainly based on the theoretical framework of Pierre Borudieu and his neo-marxist concept of social, cultural and economic capital. In Germany his concepts were adopted much earlier for instance by Gerhard Schulze in his theory of the “Erlebnisgesellschaft” (experience society) published in 1992.

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Michael Hardt und Antonio Negri “Demokratie” (2013). Eine rezeptionsanalytische Kritik. Teil I.

Am 14. Februar erschien im Campus Verlag Frankfurt die deutsche Übersetzung von Declaration, der beiden, hauptsächlich durch ihr Buch Empire (2000, dt. 2002) bekannten neomarxistischen Theoretiker Michael Hardt und Antonio Negri. Die deutsche Übersetzung des Titels ist mit Demokratie leider etwas unglücklich gewählt, was bei den deutschen Zeitungskritikern zu reichlich Verwirrung geführt hat.

Die Verwirrung der Kritiker

Aufhänger der Verwirrung sind die ersten Sätze des Buches:

Dies ist kein Manifest. Manifeste verkünden uns Idealwelten und beschwören ein geisterhaftes Subjekt. Sie gehörten in eine Zeit, in der Politik Propheten folgte, die sich ihr Volk erschufen“ (Hardt, Negri 2013).

Die Meinung der KritikerIn ist eindeutig. Entgegen dem, was die Autoren behaupten, sind sie sicher, es handelt sich bei diesem Text um ein Manifest.

Christoph David Piorkowski von der Süddeutschen Zeitung und Robert Misik von der Frankfurter Rundschau definieren den Text einfach autoritär entgegen des Willens der Autoren zu einem Manifest (Piorkowski 2013 und Misik 2013).

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