Tag Archives: Soziologie

Jacob Appelbaum – Es geht um unsere Würde! Es geht um unsere Integrität!

Einleitung: Kurzbiographie Jacob Applebaum und Anmerkung zur Übersetzung

Transkription der Rede des amerikanischen Hackers und Internetspezialisten Jacob Appelbaum. Die Rede hat Appelbaum auf der Berliner Großdemonstration “Freiheit statt Angst” am 07. September 2013 in Berlin gehalten. Bekannt wurde Appelbaum, weil er 2010 Wikileaks auf der Hackerkonferenz H.O.P.E. vertreten hat. Bei der Übersetzung sind leider immer noch enige Stellen unklar. Wer sich an der Übersetzung beteiligen möchte, ist herzlich dazu eingeladen entsprechende Kommentare zu posten. Die aus meiner Sicht unsicheren Stellen habe ich kursiviert. In diesem “sprachwissenschaftlicheren” Übersetzungsversuch wurden Übersetzungspausen und z. T. Zwischenrufe aus dem Publikum aufgenommen, die in der Erstveröffentlichung auf Freitag.de nicht vorhanden sind. Alle Anmerkungen sind durch […] gekennzeichnet. Der Titel der Rede entstammt aus einer Passage der Rede und wurde von mir als Titel der eingefügt. .

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The social consequences of the financial problems of independent blogs

My article „The blogger as the intellectual of the network society“contains the theoretical background of this article but leaves the leading question, if the blogger is the intellectual of the network society, open. This article has to be seen as a part of the answer. Additionally this article shows several possibilities to finance the operation of a blog. At the end of the article a survey dealing with the economic conditions of bloggers is added.

Introduction: Does a German independent and intellectual blog scene exist?

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Zusammenfassung Bekedahl: Unser Blog soll schöner werden

Markus Bekedahls Blog netzpolitik.org ist mit rund 30 000 Klicks am Tag (vgl. Video) und einer aktuellen Platzierung auf Platz 5 der Deutschen Blog Charts (stand Juli 2013) einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Bloggs. In der Rede, die er im Mai 2013 auf der re:rublica gehalten hatte, stellt Bekedahl einige Aspekt seiner Arbeit vor. Die Aspekte Entstehung, Personal, Organisationsform und Themen, werden an dieser Stelle zusammengefasst. Dem Aspekt der Refinanzierung des Blogs ist ein eigener Artikel gewidmet.
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The blogger as the intellectual of the network society

I publish here the first chapter of my current article “The blogger as the intellectual of the network society”. Dealing with the question, what comes after the old intellectuals of the times of the mass media will be vanished from the public sphere, the article starts with a journey to the reflections of the intellectual at the end of the twentieth centruy. The whole article will feature quotes about the position and the role of the intellectual in the network society, the changing of the mass audience to the segmented audience, a analyses of the work, the life and the blog of the Austrian journalist Robert Misk, dealing with the question if he is a “blogging intellectual”. The conclusion will feature three types of blogging intellectuals.

Still searching for a publishing house, every serios offer is welcome.

The blogger as the intellectual of the network society

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Markus Bekendahl, an example of a blogging intellectual

 If we think of intellectuals names like Michel Foucault, Jean-Paul Sartre, Ulrich Beck, Jürgen Habermas, Noam Chompsky, Anthony Giddens or Slavoj Žižek emerge in our minds. The problem with these people is that some of them are dead and those who are not are old. For example the average age of the persons rated in the “2012 Cicero Ranking of the 500 most important German intellectuals” is 66. But a short view on the ranking of the “100 top global thinkers” published by the “Foreign Policy” magazine shows some younger people, so maybe this is only a German problem. Anyway, reason enough to ask the question what comes after these people who have vanished from the public sphere? The first approach to this question is to figure out what means to being an intellectual.

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Demonstration in Köln: Interviewleitfaden und Antworten

An dieser Stelle sind meine Fragen und die Antworten der Demonstranten auf der Kundgebung gegen den Einsatz der Überwachungsprogramme PRISM und TEMPORA am 27.07.2013 in Köln dokumentiert. Der Artikel dazu ist hier zu finden.
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#StopWatchingUs – Der Kampf gegen die unsichtbare Bedrohung

Prof
Quelle 1

Während Du diesen Artikel ließt überwachen im Hintergrund unbemerkt die NSA, der Bundesnachrichtendienst oder der Verfassungsschutz mit Programmen wie PRISM oder Xkeyscore deine Aktivitäten. Die ganze Sache läuft im Geheimen und im Verborgenen ab. Sie stellen für Dich, den unbescholtenen Bürger scheinbar keine direkte Bedrohung dar, aber sie schützen dich vor der Gefahr vor Terroranschlägen. Das ist ist doch ein guter Tausch. Eine Art nebenwirkungsfreie Pille gegen die alltägliche Bedrohung in der U-Bahn, dem Flugzeug oder im Büro durch einen Terroranschlag ums Leben zu kommen. Trotzdem folgten am vergangenen Wochenende zu Recht Tausende dem Aufruf des internationalen Aktionsbündnisses #StopWatchingUs und gingen zum Schutz ihrer Privatsphäre auf die Straße.
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Multikulturalismus: Der erste deutsch/türkische “Spiegel”

Die “Spiegel” Ausgabe dieser Woche erscheint zum ersten Mal mit türkischem und deutschem Cover. Zusätzlich sind noch zehn Seiten auf türkisch enthalten. Die grundsätzlich positive Einstellung der deutschen Journalisten zu den türkischen Aktivisten setzt sich jetzt auch in der aktiven Kulturpolitik der Presse fort.

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Nachtrag: “Occupy war ein Erfolg”

Am 25.03.2013 erschien auf der Hompage von “der Freitag” das Interview “Occupy war ein Erfolg” mit dem linken Theoretiker und Literaturwissenschaftler Michael Hardt. Aus Platzgründen wurden Teile des Interviews dort nicht veröffentlicht. Der Autor und Interviewer Nils Markwardt war so freundlich mir den bislang unveröffentlichten Teil des Interviews zur Verfügung zu stellen. Auch an dieser Stelle besten Dank an ihn. Der hier veröffentlichte Teil schließt am Ende des Interviews – nach der Antwort auf die Frage “Sie würden also nicht sagen, dass Occupy gescheitert ist?” – an.

Nils Markwardt: Für linke Theoretiker scheinen Antonio Negri und Sie überaus optimistisch. Ist die Linke generell zu larmoyant?

Michael Hardt: (Lacht)

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Michael Hardt und Antonio Negri Demokratie (2013). Eine rezeptionsanalytische Kritik. Fazit.

Hier geht es zum ersten und zum zweiten Teil.

Was am Ende bleibt

Am Ende dieser Metakritik möchte ich noch auf den Kritikpunkt der Repräsentation der Masse durch die sozialen Protestbewegungen eingehen, bevor ich die zentrale Erkenntnis dieser Auseinandersetzung zusammenfasse und eine abschließende Empfehlung an die Protestbewegungen formuliere.

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Michael Hardt und Antonio Negri “Demokratie” (2013). Eine rezeptionsanalytische Kritik. Teil II.

Zum ersten Teil:

Die Kritik an der Systematisierung der unterschiedlichen globalen Protestbewegungen unter dem gemeinsamen Dach der Multitude

Einer der Hauptunterschiede zwischen Demokratie/Deklaration und dem Manifest der kommunistischen Partei ist die Stellung des revolutionären Subjekts. Während im Manifest die Bildung des proletarischen Klassenbewusstseins und die Vereinigung der Proletarier aller Länder erklärte Ziele sind, haben Hardt und Negri in den weltweiten Protestbewegungen ihr revolutionäre Subjekt, die Multitude bereits erkannt.

Für Hardt und Negri existiert die Multitude dabei gleichzeitig in zwei Seins-, bzw. temporalen Zuständen:

1) Die ontologische/ewige Multitude als das aktuelle revolutionäre Subjekt, welches sich im hier und jetzt der Autorität und dem Kommando verweigert.

2) Die utopische/zukünftige Multitude, die sich aufgrund eines zukünftigen politischen Projekts als globales revolutionäres Subjekts formiert (vgl. Hardt und Negri 2004, S. 248).

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