Tag Archives: Soziologie

Kampfzone Popkultur: Download der Präsentation

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Kampfzone Popkultur

Die Powerpoint Präsentation des Vortrags kann ab jetzt heruntergeladen werden: Zum Download der Power Point Präsentation.

Kampfzone Popkultur – Eine neomarxistische Betrachtung der digitalisierten Erlebnisgesellschaft

Jedes Wochenende bilden mit 750 000 Zuschauern die Stadien der 1. Liga die fünft größte Stadt Deutschlands, schaut mindestens ganz Niedersachsen den Tatort oder Videos auf Youtube, Vimeo und Co. Erlebnisse, ob live oder medial vermittelt, sind nicht nur am Wochenende ein wichtiger Teil unseres Alltags.

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Kampfzone Popkultur: Vortrag Uni Bochum 26.06.

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Kampfzone Popkultur

Kampfzone Popkultur – Eine neo-marxistische Betrachtung der digitalisierten Erlebnisgesellschaft

Jedes Wochenende bilden mit 750 000 Zuschauern die Stadien der 1. Liga die fünft größte Stadt Deutschlands, schaut mindestens ganz Niedersachsen den Tatort oder Videos auf Youtube, Vimeo und Co. Erlebnisse, ob live oder medial vermittelt, sind nicht nur am Wochenende ein wichtiger Teil unseres Alltags.

Amüsieren wir uns also zu Tode, wie Neil Postman Mitte der 1980er fragte oder ist, nach Gerhard Schulzes Erlebnisgesellschaft, unser größtes Problem die Jagd nach dem erfüllendsten Freizeitangebot?

Weder noch, so zumindest die These des neo-marxistischen Theoretikers Slavoj Žižek. Nach ihm führen postmodernes Proletariat und postmoderne Bourgeosie im Feld der (Pop-) Kultur ihren ewigen Klassenkampf weiter fort.

Anhand der beiden Comedy Serien The Big Bang Theory und The IT Crowd begibt sich Philipp Adamik auf die Suche nach dem Klassenkampf in der digitalisierten Erlebnisgesellschaft.

 

Philipp Adamik promoviert an der Universität Duisburg Essen zum Thema Protest in der Netzwerkgesellschaft und betreibt den Blog digitalrealism.info.

Datum: 26.06.2014

Uhrzeit: 18 -20 Uhr

Ort: HZO 80 Universität Bochum

Anreise: hier

 

Der ITler, das revolutionäre Subjekt der Netzwerkgesellschaft?

Auf dem letzten Chaos-Communication-Congress (30c3) rief der Internetaktivist und Betreiber der Whistleblower-Plattform Wikileaks Julian Assange in seiner Rede Sysadmins of the world, unite  Systemadminstratoren und andere ITler zur Weltrevolution auf. Sie sollten sich von den Geheimdiensten, Unternehmen und Behörden anwerben lassen, dort geheime Informationen sammeln und diese dann der Öffentlichkeit zugänglich machen. Selbstverständlich kann man Assange vorwerfen, dass er nur die ökonomischen und politischen Interessen seiner Plattform Wikileaks vertreten habe, aber, wie immer wenn die legitimen Interessen von Menschen und Organisationen kritisiert werden, greift diese Kritik zu kurz. Assanges Rede wirft aus einer neo-marxistschen Perspektive die Frage auf, ob der ITler das revolutionäre Subjekt der Netzwerkgesellschaft ist.

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Von der Schreibmaschine zum Netz von Kyrosch Alidusti

Der Gastbeitrag von Kyrosch Alidusti erschien ursprünglich hier auf seinem Blog Punkgebte.

Man kann nicht so tun, als sein das Internet und seine Verbreitung naturwüchsig erfolgt. Vielmehr stehen und standen dahinter zahlreiche politisch und wirtschaftlich motivierte Konzepte und Initiativen der unterschiedlichsten Akteure. Ob die Wirtschaft bzw. Cafe mit WLAN-Anschluss oder die EDV unterstützte Produktion, die Ökonomie ist längst online.

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Manuel Castells Space of autonomy written by Diana Crow

This is a reissue of an article written by the US science journalist Diana Crow. The article was originally published here on her blog dianacrowscience.com. The original title is: “Space of autonomy: between Twittersphere and urban spaces (Recap of a talk by Dr. Manuel Castells)”.

The Talk: The Space of Autonomy: Cyberspace and Urban Space in Networked Movements

In Plain English: One of the world’s most honored sociologists discusses the relationship between online social activism and grassroots protests in urban centers

The Speaker: Manuel Castells of University of Catalonia (UOC)’s Internet Interdisciplinary Institute and the University of Southern California. Manuel Castells is famous for his theory of the network society.

The Location: Harvard Graduate School of Design

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Euromaidan – Das Oppositionsbündnis “Zentrale des Nationalen Widerstands” Kiew

Artwork by chornajuravka
Artwork by chornajuravka

Der Name des Oppositionsbündnisses “Zentrale des Nationalen Widerstands” erweckt in deutschen Ohren zunächst ein Gefühl des Unbehagens. Schließlich formieren sich in Deutschland viele rechtsradikale Gruppierungen unter diesem Namen. Eventuell wird das Bündnis auch deshalb kaum in den deutschen Medien erwähnt. Der Eindruck des Rechtsradikalismus täuscht auch nicht ganz. Die rechtspopulistische Partei “Swoboda” (Freiheit) hat das Bündis mitgegründet. Aber auf der anderen Seite sind mit den Parteien “Batkiwschtschyna” (Vaterland) und der “Ukrainische Allianz für Reformen” (UDAR) zwei Parteien Mitglied, die aus der Sicht der EU mit Vitali Klitschko (UDAR) und Julija Tymoschenko (Vaterland) von zwei Hoffnungsträgern geführt werden. Aber wie lässt sich das Bündnis ideologisch einordnen, wie ist es demokratisch legitimiert, welche Einstellungen haben die Bündnisparteien zur Öffnung der Ukraine in Richtung Europäische Union und welche Ziele verfolgt das Bündnis? Der folgende Artikel bietet einen kurzen Überblick.

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30c3 – Der Geist der Freiheit

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CCC-Rakete

Auf dem ersten Blick entspricht das Publikum dem Klischee. Wie man es von einem Hacker Kongress erwartet, ist der typische Besucher des 30. Chaos Communication Congress (30c3) zwischen 25 und 35, männlich und trägt den Laptop mit der Selbstverständlichkeit eines modischen Accessoires unter seinem Arm.

Zwischen dem 27. und 30. Dezember verwandelte der Chaos Computer Club, die größte europäische Hackervereinigung, das Hamburger Congress Center in eine Spielwiese für Informatiker, Techniker und Netz-Aktivisten. Kaum etwas erinnerte dort an die nüchterne Atmosphäre von anderen Kongressen. Das Bällebad, den Meisten nur aus dem IKEA-Kinderpardies bekannt, gehört bereits seit Jahren zum Kongressstandard. Beleuchtete Drohnen und ein 360° Kino sorgten für visuelle Reize und ein über 2 Kilometer langes Rohrpostsystem aus Staubsaugern und gelben Röhren verdeutlichte die Funktionsweise des Internets mit seinen Routern und Switches.
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Forms of online activism

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“Lucky Streik” Logo of the student protests

Through the spread of stationary and mobile communication technology our whole society has changed to a network society and with it the forms of protests. This development started much earlier than the media coverage of the arab spring makes us think. At the end of the 1990th the German political scientist Christoph Bieber studied the forms of online activism of the student protests in Germany. He outlined the importance of these forms of activism for the consolidation and professionalisation of the protest. Because several of these forms of activism are still current and can be used even nowadays, they are presented here.

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„Kommunikative Figurationen“ als Analyseinstrument eines medientechnologisch unterstützen soziokulturellen Wandels

Einleitung

Kommunikative FigurationenEines der größten deutschen Forschungsprojekte, welches den sozialen Wandel durch das Internet thematisiert, wird vom 2011 gegründete Forschungsverbund „Kommunikative Figurationen“ der Universitäten Bremen und Hamburg durchgeführt. In den beiden Arbeitspapieren „The communicative figurations of mediatized worlds. Mediatization research in the times of the ‘mediation of everything’“ (Hepp 2013) und „Human interaction and communcative figurations. The transformation of mediatized cultures and societies“ (Hepp/Hasebrink 2013) präsentieren Andreas Hepp und Uwe Hasenbrink den Forschungsansatz der kommunikativen Figurationen. Das Arbeitspapier „Human interaction…“ (Hepp/Hasebrink 2013) basiert auf der wissenschaftlichen Problemstellung, wie Mediatisierungsforschung in einem praktikablen empirischen Zugang verankert werden kann. Ausgehend von der Grundannahme, dass sich innerhalb eines andauernden Mediatisierungsprozess unsere Gesellschaften und Kulturen transformieren, soll dieser Transformationsprozess detailliert beobachtet werden. Medien, so ihre zweite Grundannahme, werden dabei in dem Maße einflussreich in dem sie den Prozess der symbolischen Interaktion präziser der Kommunikation verändern. Kommunikation wird dabei die kritische Rolle der Konstruktion von Kulturen und Gesellschaften, der kommunikativen Konstruktion, zugeschrieben. Um eine praktische, transmediale Analyse der sich wandelnden kommunikativen Konstruktion von mediatisierten Kulturen und Gesellschaften zu entwickeln, führen sie den Begriff der „Kommunikativen Figurationen“ als intermedierendes Konzept ein.

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Business as usual – Eine historische Einordnung der Anti-Überwachungsproteste

Masse
Demonstranten “Freiheit statt Angst”

Am 07. September forderten auf der Berliner Großdemonstration „Freiheit statt Angst“   20 000 Demonstranten die Achtung ihrer Grundrechte durch den Staat und die Geheimdienste. Wie der Internetaktivistist Jacob Appelbaum in seiner Rede betonte, sind die Enthüllungen Edward Snowdens für viele der Grund gegen den „Überwachungswahn“ auf die Straße zu gehen. Das diese Enthüllungen eindeutig zur Popularität des Themas und zur großen Beteiligung an der Demonstration beigetragen haben, ist unbestritten. Diese Aktualität täuscht aber über den Umstand hinweg, dass der Themenkomplex Überwachung, Datenschutz und Grundrechte ein dauerhafter Konflikt ist.
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